In diesem Kapitel wird der behördliche Entwurf am Beispiel des Bescheides grundsätzlich entwickelt. Da es sich bei den Klausuren um „Arbeitsplatzsimulationen“ handelt, muss der Entwurf so aussehen, als könnte er am Ende der Klausur mit Hilfe einer behördlichen Umlaufmappe seinen Weg gehen. Hierfür müssen die Formalien und Entscheidungstechniken der Verwaltung sicher beherrscht werden. Ebenso sind Grundkenntnisse im Aufbau und in der Arbeitsweise von Behörden für eine erfolgreiche Klausur unerlässlich. Ich weise darauf hin, dass Vieles selbstverständlich auch alternativ dargestellt werden kann. Gleichwohl wird durch dieses Kapitel ein Weg aufgezeigt, wie ein Entwurf im Rahmen einer Bescheidklausur so erarbeitet werden kann, wie es der durchschnittliche niedersächsische Prüfer verlangen dürfte. Dieser Abschnitt dient zugleich als Grundlage für die weiteren beiden Kapitel, die sich mit dem behördlichen Entwurf im Verwaltungsprozess bzw. im Widerspruchsverfahren auseinandersetzen.