Das Skript

für die zweite juristische Staatsprüfung im öffentlichen Recht in Niedersachsen

Grundlagen und Methodik der Fallbearbeitung


Herzlich Willkommen und vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Wegen der mannigfaltigen Fallkonstellationen besteht eine allgemeine Unsicherheit, wie mit den Aufgabenstellungen im Assessorexamen im öffentlichen Recht in Niedersachsen umzugehen ist. Daher ist die Forderung nach geeigneter niedersachsenspezifischer Ausbildungsliteratur groß. Dieses Skript soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Es wurde auf der Grundlage meiner langjährigen Erfahrungen als Prüfer, Ausbilder sowie Leiter von Arbeitsgemeinschaften unter ständiger Fortschreibung meiner Unterrichtsunterlagen entwickelt und soll ein Leitfaden darstellen, wie mit den abgeforderten Prüfungsleistungen im öffentlichen Recht umgegangen werden kann.

 

Da in den Klausuren und Kurzvorträgen allerdings nicht, wie weit verbreitet angenommen wird, Spezialwissen des öffentlichen Rechts abgeprüft wird, sondern vielmehr Grundlagenwissen, das in eine fremde Rechtsmaterie eingebettet ist, setzt sich dieses Skript schwerpunktmäßig mit dem in der Prüfung abgeforderten „Handwerkszeug“ auseinander. Im zweiten Staatsexamen soll der Prüfling beweisen, dass er die öffentlich-rechtliche Struktur und die Entscheidungstechniken der Verwaltung bzw. eines Rechtsanwalts auf für ihn zumeist unbekannte öffentlich-rechtliche Rechtsmaterien anwenden kann. Damit dies gelingt, ist es nach meiner Überzeugung unerlässlich, sich im Rahmen der Examensvorbereitung schwerpunktmäßig mit den „Basics“ des öffentlichen Rechts und mit den Formalien von Behörde und Anwalt auseinanderzusetzen und gerade nicht mit den Details des allgemeinen sowie besonderen Verwaltungsrechts. Dies gilt bereits deshalb, weil es in Ermangelung von öffentlich-rechtlichen Fachkommentaren im Assessorexamen weder „die richtige“ noch „die falsche“ Lösung geben kann. Verlangt wird vielmehr „nur“ ein Ergebnis, das wegen der konsequenten Anwendung der öffentlich-rechtlichen Struktur juristisch und von den behördlichen und anwaltlichen Formalien her überzeugt.

 

Dies ist lernbar und hierzu dient dieses Skript. Nach einer kurzen Wiederholung der absoluten „Basics“ der öffentlich-rechtlichen Struktur sollen durch die Kapitel meines Skripts Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Behörden- und Anwaltsklausuren sowie die anwaltlichen Kurzvorträge im niedersächsischen Staatsexamen gelöst werden können. Kapitelübergreifende Wiederholungen sind zur Optimierung des Lernerfolgs bewusst platziert. Vieles kann selbstverständlich auch anders angegangen oder dargestellt werden. Allerdings bin ich aufgrund meiner nahezu zehnjährigen Prüfungserfahrung der Überzeugung, dass in diesem Skript das „Handwerkszeug“ für die Prüfungsaufgaben so aufgearbeitet wurde, wie es der durchschnittliche Prüfer verlangen dürfte.

 

Ich würde mich freuen, sollte das Skript einen Beitrag zu einem erfolgreichen zweiten juristischen Staatsexamen leisten können.

 

Ihr

Tim Maczynski